Was die AfD verschweigt: Der Labrador-Skandal

Rasse, Zucht, Ordnung und Gehorsam sind Begriffe, mit denen in Deutschland zwischen wohlverdienten Pausen für den Wiederaufbau gerne gearbeitet wird. In dieser Tradition sehen sich auch viele Alternativdeutsche.

Umso erschreckender, ja skandalös ist es, dass ausgerechnet die Wurzelpurzel einen deutschen Mythos verraten, der alternativlos für die eingangs erwähnten Begriffe steht: der Deutsche Schäferhund.

Dramatischer Rückgang bei Schäferhunde-Welpen

Seit Gevatter Gauland seine Krawatte mit Labrador-Motiv* trägt, sinkt die Zahl deutscher Schäferhunde dramatisch. 2003 hat der Verband für das deutsche Hundewesen (VDH) in seiner Welpenstatistik noch 19.882 Schäferhunde-Welpen registriert. 2017 waren es nur noch 9.776. Ein Absturz um fast 50 Prozent!

„Wo bleibt der Aufschrei der Alternativdeutschen?! Warum schweigt die rechtsbraunversiffte Wahrheitspresse?“, fragt fassungslos der 1. Vorsitzende des Ortsverbandes Rottweil im Verband der deutschen Schäferhundefreunde, Hasso Recks.

Die Antwort liefert die Belloskopie: Nach aktuellen Studien des Tierpsychopolitischen Instituts der Universität Mönninghausen-Bönninghausen (UMöBö) besteht eine direkte Korrelation zwischen dem Welpenschwund und der TV-Zeit, in der die Labrador-Krawatte des AfD-Fraktionschefs im Bundestag und anderswo zu sehen ist.

Signifikanter Wandel der deutschen Hundeleitkultur

„Wir beobachten einen signifikanten Wandel der deutschen Hundeleitkultur“, sagt Belloskop Prof. Erwin D. Drüggelte von der UMöBö. Die Krawatte trägt eindeutig dazu bei, dass die Deutschen das Vertrauen in den Schäferhund verlieren“, so Drüggelte. „Wenn schon eine Symbolfigur wie Gauland keinen Schäferhund-Schlips trägt, schlägt das nachhaltig auf das deutsche Gemüt durch.“

Laut VDH-Welpenstatistik war der Deutsche Schäferhund 2017 trotz der deutlichen Verluste zwar immer noch der beliebteste bellende Vierbeiner. Doch der Labrador ist ihm dicht auf den Hinterläufen und bereits auf Rang vier der Welpenliste vorgeprescht – hinter Teckel und Deutsch Drahthaar.

„Legen Sie die Brexit-Kläffer-Krawatte ab, Herr Gauland“

Für 2018 liegen noch keine Werte vor. Zufall? „Sicher nicht! Wir gehen davon aus, dass die aktuellen Zahlen vor der Europawahl und den anstehenden Landtagswahlen bewusst zurückgehalten werden“, ärgert sich Hasso Recks. Er hat Alexander Gauland ultimativ aufgefordert, noch vor Öffnung der Europawahllokale am 26. Mai das Accessoire zur wechseln: „Legen Sie umgehend diese Brexit-Kläffer-Krawatte ab!“

Unterdessen vollzieht sich im Schatten des Labrador-Skandals eine aus westostwestfälischer Sicht noch deutlich schlimmere Entwicklung: Der Bestand der Westfälischen Dachsbracke stagniert laut VDH-Statistik seit Jahren nahe Null. 2016 und 2017 wurden jeweils nur 24 Welpen registriert.

Traurig. Gilt doch gerade die Westfälische Dachbracke als intelligenter, fleißiger, weltoffener und polyglotter Haushund. Über Jahrhunderte wurde er in vielen westfälischen Haushalten nicht nur zur Jagd, sondern auch als Hauslehrer, bei der Gartengestaltung oder zur Spargelernte eingesetzt.

 

© Satzverstand – 24. Mai 2019

*Krawatte Alexander, grün, Hundemotiv „Cave Canem“ – laut Anbieter „klassisch, sportlich, elegant“.

Bitte beachten Sie: In einer früheren Version dieses Beitrags war das Zitat „Wenn das des Führers Blondi wüsste!“ enthalten. Dieses Zitat haben wir auf Anraten unserer juristischen Berater entfernt. Nach aktuellem historischen Kenntnisstand sei davon auszugehen, dass Hitlers Lieblingsschäferhunde Muck, Blondi und Wolf tatsächlich von nichts etwas gewusst haben könnten.

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