Kategorie: Neulich… (Bildkes)

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…. Ein paar gibt´s aber trotzdem dazu.

Neulich beim Kühlschrankplündern…

„Kühlschrankplünderungen haben etwas Anarchisches“, heißt es in dieser begnadeten PR-Prosa aus dem ZEITmagazin. So weit völlig korrekt. Wenn ich nachts den Kühlschrank plündere, entfesselt mein bedauernswerter Organismus in schlafraubenden Überstunden eine Nährwertorgie aus Delikatessaufschnitt, Käseröllchen in Marmelademousse, passiertem Nudelsalat an Nutellakruste oder maskierten Olivencroutons im Mayonnaisemantel. Das würde bei der Heldin dieser Werbung sofort Multiorganversagen auslösen. Deshalb knabbert sie nur glamourös an einem Äpfelchen. Ach herrje! Wenn sie sich beim Apfel aus dem Kühlschrank nur ja nicht den erbsengroßen Magen verrenkt. Aber sie wird den kleinen Happen gewiss nicht inhalieren – steht doch am nächsten Tag das Fotoshooting für Übergrößen an.

Demnächst…äh…heute in der Weihnachtsbäckerei…

84 Prozent der Menschen in Deutschland wollen nicht schon im August oder September Spekulatius, Lebkuchen und Schokokläuse im Supermarkt sehen. Das hat die Gesellschaft für Konsumforschung vor knapp einem Jahr ermittelt. Die Stutenkerle wurden nicht gefragt. Mit schlimmen Folgen: Sechs von den sieben Weckmännern in dieser Bonner Bäckerei haben den schwülen Spätsommertag nicht überlebt. Es waren gerade die 16 anderen Prozent in der Gegend.

 

Neulich bei der Tierwohllabel-Zielgruppe…

Neben der Gründung einer Arbeitsgruppe ist die Entwicklung eines neuen Labels eine probate politische Maßnahme, wenn es Vorbehalte gegen die Lösung eines Problems gibt. Ob das von „Mister Glyphosat“, Ex-Landwirtschaftsminister Christian Schmidt, 2016 ins Spiel gebrachte Tierwohl-Label irgendeiner armen Sau hilft, sei dahingestellt. Doch dass zum Ablenken von Missständen in der Tierhaltung tatsächlich 70 Millionen Euro für ein neues Signet ausgegeben werden, lässt sich in der Antwort der Bundesregierung auf eine Bundestagsanfrage der FDP-Fraktion nachlesen. Den Kühen auf dem Foto entlockt das glücklicherweise nur ein mattes Muh. Sie leben auf einem Biohof in Holstein.