Reaktion auf US-Zölle: WOW startet Börde-Peanuts-Programm

Im Handelsstreit mit den USA steht Westostwestfalen (WOW) eng an der Seite der EU. Das hat der Import-/Export-Beauftragte der WOW-Vertretung in Brüssel, Erwin D. Drüggelte, bekräftigt.

Nach einem mehrminütigen Krisengespräch mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker erläuterte Drüggelte am frühen Freitagmorgen die ersten Reaktionen auf die Einführung von US-Strafzöllen. Die WOW-Maßnahmen gelten ab sofort und bis zum Einlenken der Trump-Administration:

  • Rund 8,88 Millionen Hektar Maisanbaufläche in Westostwestfalen werden nach Ernteabschluss 2018 in Ackerflächen für den Erdnussanbau umgewidmet. Das Börde-Peanuts-Programm soll die Region dauerhaft von US-Erdnussimporten unabhängig machen. Als Anbauanreiz für heimische Landwirte werden Produkte aus dem Börde-Peanuts-Programm von der Knabbersteuer befreit.
  • Der Eisengehalt des in die USA ausgeführten Pumpernickels wird von derzeit rund 2,9 Milligramm je 100 Gramm auf exakt 20,93 Gramm je 100 Gramm erhöht (O-Ton Drüggelte: „Daran wird sich Trump die Zähne ausbeißen“).
  • Um die USA zu einer nüchternen Betrachtung ihrer Politik zu bewegen, wird die Ausfuhr von westfälischem Doppelkorn in die Vereinigten Staaten eingestellt. Etwaige Absatzeinbußen werden durch eine um zwei Monate verlängerte Schützenfestsaison ausgeglichen.
  • Westostwestfalen, die sich wegen der vorgesehenen EU-Strafzölle keine Harley-Davidson mehr leisten können, erhalten eine Umstiegsprämie von 49,99 Euro zum Erwerb eines original Ketteler E-Bike Antitrumptraveller Stealhorse E aus heimischer Produktion (775-Watt-Nabengetriebe mit 6 Vorwärts- und 3 Rückwärtsgängen, Beiwagen und Fuchsschwanz gegen Aufpreis).
  • Das Lehrgeld für US-Fußballer aus der Major League Soccer, die ein Praktikum bei Vereinen der Oberliga Westfalen und darunter liegender Spielklassen absolvieren, wird von aktuell 2,50 Euro auf 19,99 Euro je Trainungseinheit erhöht.
  • „Im Schulterschluss mit der EU behält sich Westostwestfalen weitere einschneidende Schritte vor“, heißt es abschließend in dem von Erwin D. Drüggelte in Brüssel verlesenenen WOW-Kommuniqué. Letztlich könne das auch ein Exportverbot hochwertiger westfälischer Fleischwaren beinhalten: „Wer unseren 18 Monate lang gereiften traditionsreichen Schinken zum Frühstück mit Rührei und fettigen Miniwürstchen verkokeln lässt, hat ihn ohnehin nicht verdient.“

© Satzverstand, 01. Juni 2018

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